In der Restaurierung von Ton-gebrannten Materialien verhält es sich ähnlich wie in der Steinrestaurierung, nur das der ausführende Restaurator Materialien, Bindemittel und Zuschläge (Sande u. Mehle) verwenden muss, die im Endprodukt der bestehenden Brandtonmasse möglichst nahe kommt. Die Auswahl von geeigneten Bindemitteln entscheidet über das zu erzielende Ergebnis maßgeblich und ist sorgfältig auszuwählen.

Gebrannter Ton existiert je nach Region in unterschiedlichen Farbvarianten und Bestandteilen. Die Restaurierungsmassen müssen also von Fall zu Fall farbig angeglichen werden. Hierbei sollte möglichst auf die Verwendung von Pigmenten verzichtet werden oder wenn, dann nur in geringen Maße

Hinweis: Pigmente können im Laufe der Zeit auswaschen und ausbleichen!

Ist ein Bauteil ganz zerstört, oder ein wichtiges Element fehlt, ist die ganze Kunstfertigkeit des Restaurators gefragt. Diese Elemente müssen nachgeformt dann gebrannt werden. Durch die unterschiedlichen mineralischen Zusammensetzungen können jedoch erhebliche Farbabweichungen zum Original entstehen, deshalb sind Kenntnisse über verschiedene Tone bei diesen Arbeiten zwingend erforderlich.

Nicht selten werden Tone mit groben Schamotteanteil verwendet und durch Engoben (feiner, homogener Tonschlicker) veredelt. Es ist ein übliches Verfahren, um eigene Tonvorkommen industriell zu verwerten und bestimmten Farbstandards zu erfüllen.